Anxiolyse ist die pharmakologische oder psychologische Reduktion von Angst und Angstsymptomen, bei der der Patient wach und ansprechbar bleibt. Sie unterscheidet sich von Sedierung (Patient somnolent, aber weckbar) und Narkose (Patient bewusstlos).
In der Zahnmedizin: Anxiolyse wird eingesetzt, um Zahnarztphobie zu adressieren und so die Behandlung zu ermöglichen. Methoden umfassen Anxiolytika (z.B. Benzodiazepine), Lachgas in niedriger Konzentration (<50%), psychologische Techniken (kognitive Verhaltenstherapie, progressive Muskelrelaxation) und nicht-medikamentöse Ansätze (Kommunikation, Umgebungsgestaltung).
Unterscheidung zu verwandten Begriffen:
- Analgesie: Schmerzreduktion ohne Angstreduktion
- Sedierung: Bewusstseinstrübung, Patient ist schwer erreichbar
- Anxiolyse + Analgesie: Häufig kombiniert in der zahnmedizinischen Praxis (z.B. Lachgas 30–50% + Lokalanästhesie)
Aktualisiert am 22.11.25