Sicherheit Ihres Lachgasgerätes

Sicherheit Ihres Lachgasgerätes

Sicherheit und Kontrollen bei Lachgasgeräten

Die Sicherheit ihres Lachgasgerätes und die damit verbundenen regelmäßigen Kontrollen sollten in Ihren Behandlungsalltag integriert werden. In unserem Ratgeber erfahren Sie in welchen Zeitabständen sie die Kontrollen Ihres Lachgasgerätes durchführen sollten.

Wöchentliche Kontrolle des Lachgasgerät

Um das Ansaugen der Umgebungsluft zu überprüfen, bitte wöchentlich durch den Spiralschlauch einatmen und Flow-Regler auf 0 l/min stellen. Bei zusammengezogenem Atembeutel öffnet sich das Ventil zum Ansaugen der Umgebungsluft. Nach dieser Prüfung kontrollieren Sie bitte das Rückschlagventil, welches die Rückatmung des Patienten in den Atembeutel verhindert. Hierzu pusten Sie leicht in den Spiralschlauch. Der Atembeutel darf sich nicht mit Ihrer ausgeatmeten Luft füllen.

Monatliche Kontrolle: Lecksuchspray

Mit einem speziellen Lecksuchspray kann leicht festgestellt werden, ob Leckagen vorhanden sind. Dafür werden alle Verschraubungen und Verbindungen an dem Mischer und Druckminderer abgesprüht. Das Lecksuchspray besteht aus Seife und Wasser, bei Leckagen bilden sich schnell Blasen um die Leckstelle.

Dieser Test wird bei jedem Flaschenwechsel, spätestens monatlich durchgeführt (auch nach dem Einsenden zur Überprüfung und vor der Inbetriebnahme). Lassen Sie alle Leckagen sofort reparieren. Zusätzlich sollten Sie die Gasflaschen komplett zudrehen, über eine Stunde darf der Druck nicht merklich abfallen.

Monatliche Kontrolle: 100% Sauerstoff-Test

Öffnen Sie die Flaschen und stellen Sie den Konzentrationsregler auf 0% N2O. Drehen Sie nun den Flow-Regler auf. Die Kugel im Sauerstoff-Flowmeter-Röhrchen sollte sich nach oben bewegen. Bitte beobachten Sie die Lachgaskugel, sie darf sich nicht bzw. nur wenig bewegen.

Sicherheit Ihres Lachgasgerätes

Monatliche Kontrolle: Konzentrationsregler

Stellen Sie den Konzentrationsregler auf 50% N2O und einen beliebigen Flow ein. Die Kugeln in den Flowröhrchen sollten nun ungefähr in einer Höhe stehen. Drehen Sie nun den Konzentrationsregler auf 0% N2O. Der Lachgas-Flow sollte nun auf 0 fallen.

Sie können den Check bei jeder Behandlung durchführen, wenn Sie den Patienten zum Schluss mit 100% O2 beatmen.

Monatliche Kontrolle: O2-Flush

Drücken Sie den O2-Flush Knopf. Der Gasbeutel sollte sich innerhalb von fünf Sekunden füllen.

Nach jeder Behandlung mit Lachgas und Sauerstoff: Lachgassystem entlüften

  1. Die Lachgas- und die Sauerstofffasche sind nach der Behandlung geöffnet
  2. Drehen Sie die Lachgasflasche zu.
  3. Stellen Sie die maximale N2O-Konzentration und einen beliebigen Gesamt-Flow ein.
  4. Die Kugel im N2O-Röhrchen fällt. Das Lachgas ist nun entlüftet und es befindet sich kein Lachgas mehr im Schlauchsystem.
  5. Drehen Sie jetzt die Sauerstoffflasche zu.
  6. Lassen Sie den Flow-Regler so lange auf Durchfluss stehen, bis die Kugel im rechten Röhrchen automatisch fällt.
  7. Das System ist entlüftet. Auf beiden Druckminderer steht nun 0 bar.
  8. Nun können Sie ggf. die Druckminderer und Druckschläuche mit der Hand lösen.

WICHTIG: SAUERSTOFF- UND LACHGASFLASCHEN öl-und fettfrei halten

Lachgas-Arbeitsplatzgrenzwert nach TRGS 900

Deutscher Lachgas-Arbeitsplatzgrenzwert: 100 ppm bei Lachgasbehandlungen, die 30 Minuten oder länger dauern. Bei einer Behandlungsdauer von z. B. 15 Minuten darf der Arbeitsplatzgrenzwert um den Faktor 2 überschritten werden (200 ppm).

Expositionsdauer (Min.)15202530
Überschreitungsfaktor21,51,21

Der Arbeitsplatzgrenzwert gibt an, bei welcher Lachgaskonzentration akute oder chronische, schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit im Allgemeinen nicht zu erwarten sind (§ 3 Abs. 6 GefSto_ V). Arbeitsplatzgrenzwerte sind Schichtmittelwerte bei in der Regel täglich achtstündiger Exposition an fünf Tagen pro Woche während der Lebensarbeitszeit.

Die Grenzwerte sind länderbezogen uneinheitlich und stehen unter Diskussion. Die Einhaltung der Raumluftkonzentrationsgrenzen des Lachgases obliegt dem Betreiber. Zum Schutz des Personals sollte die Lachgas-Exposition so gering wie möglich gehalten werden. Zur Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte der TRGS 900 sollten folgende Punkte beachtet werden:

Legen Sie besonderes Augenmerk aufGegenmaßnahmen
Leckagen auf der MaskeJähliche Wartung und Inspektion

Bei jedem Patienten: Prüfung, ob die Maske dicht an der Haut sitzt, die passende
Größe und das passende Modell wählen. Auf offene Stellen beim Aufsetzen achten

Vor allem den Studiensieger „Doppelmaske“ verwenden, die Doppelmaske
minimiert die Raumluftkontaminierung (s. Studien der Universität Bonn, uvm.)

Absaugung vor dem Lachgas uss anstellen und diese mithilfe
des Vakuum-Kontrollblocks kontrollieren
Leckagen an den Druckminderern
/ Druckschläuchen
Jährliche Wartung und Inspektion

Durch O-Ringe sind die Druckminderer und Druckschläuche dicht. Wenn am
Druckminderer bzw. am –schlauch ein Zischen bemerkt wird, müssen die O-Ringe
kontrolliert und ggf. getauscht werden.

Mit Lecksuchspray alle Verschraubungen und Verbindungen an dem Flowmeter
und Druckminderer absprühen. Das Lecksuchspray besteht aus Seife und Wasser,
bei Leckagen bilden sich schnell Blasen um die Leckage. Dieser Test muss bei jedem
Flaschenwechsel, spätestens jedoch monatlich durchgeführt werden.

Gasfaschen komplett zudrehen, über 1 Stunde darf der Druck nicht merklich abfallen.

Hochdruckventile der Gasfaschen stets langsam öffnen. Schnelles Öffnen kann zur
Fehlfunktion der Druckminderer führen.
Leckage am BeutelJährliche Wartung und Inspektion

Wöchentlich: Schnelltest zur Prüfung auf Leckagen
Zu viel Lachgas
im Behandlungsraum
Atembeutel zu prall gefüllt. Den Gesamt ow reduzieren. Immer auf senkrechte Falten
am Atembeutel achten.

In einem Raum nicht länger als zwei Stunden ohne Pause mit Lachgas sedieren.

Nach jedem Patienten den Raum durchlüften (min. 5 Minuten).

Lachgasdosis für den Patienten so gering wie möglich und nötig halten.

Klimaanlage für die Luftverwirbelung im Raum einschalten.
Patient spricht viel/
atmet durch den Mund
Den Patienten darauf hinweisen, durch die Nase zu atmen und wenig zu sprechen.

Bei Patienten, die nicht bewusst durch die Nase atmen können (kleine Kinder, etc.),
Lachgasbehandlung abbrechen.

Einen Speichelsee stehen lassen, damit der Patient in die Nasenatmung gezwungen wird.

Jede Praxis sollte eine individuelle Risikoanalyse wie in der Tabelle oben erstellen.

Schauen Sie sich auch gerne in unsere FAQ Videos zum Thema Lachgassedierung an. Wir stehen Ihnen mit unserem 360° Premium Service jederzeit gerne für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Sie finden uns auch auf Instagramm und Facebook. Wir freuen uns auf Sie!

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