Gynäkologie und Lachgas

Gynäkologie und Lachgas

Die Gynäkologie

Eine Statistik der Bundesärztekammer aus dem Jahr 2020 zeigt, dass insgesamt 19151 Ärzte und Ärztinnen in Deutschland auf die Frauen- und Geburtsheilkunde spezialisiert sind. (https://www.bundesaerztekammer.de/baek/ueber-uns/aerztestatistik/aerztestatistik-2020)

Die Frauenheilkunde, auch Gynäkologie genannt, befasst sich sowohl mit den inneren als auch mit den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen. Bei der Gynäkologie geht es auch um die Erkennung, Behandlung, sowie Verhütung von Krankheiten des weiblichen Sexual- und Fortpflanzungstraktes.

Die Lachgassedierung in der Gynäkologie

Lachgas ist ein nicht-reizendes, nicht-allergenes Gas, welches direkt am zentralen Nervensystem wirkt und eine entspannende, angstlösende Wirkung hat. Innerhalb weniger Atemzüge können die Patientinnen die beruhigende Wirkung des Gases spüren und sich von Ihren Ängsten, Sorgen und Ihrem Unbehagen lösen. Distickstoffmonoxid (Lachgas) wirkt zwar direkt am zentralen Nervensystem, hat jedoch keinerlei Einfluss auf die natürlichen Schutzreflexe, die Atmung oder das Bewusstsein des Patienten. Wie all diese positiven Faktoren des Sedativums Vorteile für Eingriffe in der Gynäkologie darstellen können, werden Sie in diesem Beitrag erfahren.

Die Verabreichung von Lachgas

Die Verabreichung von Lachgas

Über eine weiche, anschmiegsame Baldus Einweg-Doppelnasenmaske wird das Lachgas-Sauerstoff-Gemisch, entsprechend den Bedürfnissen des jeweiligen Patienten, verabreicht. Zunächst fließt reiner Sauerstoff durch die bequeme Nasenmaske, während der behandelnde Arzt / Ärztin langsam den Anteil an Lachgas erhöht, so lange, bis der Patient perfekt sediert ist. Ein zuvor angelegtes Pulsoximeter gibt dem Arzt / Ärztin jederzeit eine Auskunft über den Zustand des Patienten. Zusätzlich dazu ist der Patient jederzeit in der Lage, dem Arzt / Ärztin eine Rückmeldung zu dessen Wohlbefinden zu geben, da das Bewusstsein während einer Sedierung mit Lachgas vollständig erhalten bleibt.

Sobald eine optimale Sedierung erreicht ist, wird der Anteil an Lachgas über die Dauer der Behandlung gehalten, anschließend atmet der Patient für einige Minuten reinen Sauerstoff ein, um die Sedierung langsam auszuleiten. Nach dieser Ausleitungsphase ist das Lachgas vollständig aus dem Körper ausgetreten, der Patient muss mit keinen Nachwirkungen rechnen und kann die Praxis ohne Beschwerden und ohne Begleitperson verlassen.

Wann kommt Lachgas in der Gynäkologie zum Einsatz?

Die Lachgassedierung kann in der Frauenheilkunde angewendet werden, um besonders ängstlichen oder schmerzempfindlichen Patientinnen die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten und dem behandelnden Arzt / Ärztin die Arbeit zu vereinfachen. Ein Beispiel für eine geeignete Anwendung der Lachgassedierung ist der Einsatz von Intrauterinsystemen wie Spiralen und Kupferketten. Die Patientinnen können sich während des Eingriffs vollends entspannen, sind abgelenkt, da sie sich auf Ihre Atmung konzentrieren, und lösen sich von Ihren Ängsten. Der Arzt oder die Ärztin können sich also auf eine entspannte Patientin und einen einfachen Eingriff ohne Unterbrechungen aufgrund von Schmerzen einstellen. Beide Seiten blicken dem Termin mit anderen Augen entgegen. Auch bei anstehenden Vorsorgeterminen, oder der Behandlung von Tumorerkrankungen kann die Lachgassedierung interessant sein.

Indikationen und Kontraindikationen

Indikationen

Vor der Sedierung mit Lachgas kommt natürlich die Frage auf, für welche Patientinnen sich die Methode besonders eignet. Lachgas ist dank seiner vielen positiven Eigenschaften und der geringen Anzahl an Risiken für einen großen Patientenstamm geeignet.

Zu den Indikationen gehören:

  • Besonders ängstliche Patientinnen
  • Schmerzempfindliche Patientinnen
  • Geistige oder körperliche Behinderungen
  • Stressprävention bei milden kardiologischen Problemen und Asthma
  • Patienten bei denen eine Narkose kontraindiziert ist
  • Längere oder komplexe chirurgische Behandlungen

Kontraindikationen

Vor einer Lachgassedierung sollten die wenigen, möglichen Kontraindikationen von Lachgas mit dem behandelnden Arzt / Ärztin besprochen werden, um Risiken und Nebenwirkungen während der Behandlung ausschließen zu können. Zu den Kontraindikationen gehören unter anderem:

  • Mittelohrentzündung
  • Drogenmissbrauch
  • Behinderte oder eingeschränkte Nasenatmung

Eine mögliche Kontraindikation, auf die wir hier besonders aufmerksam machen möchten, ist eine vorliegende Schwangerschaft im 1 – 3 Trimester. Für detaillierte Informationen zu den hier möglicherweise auftretenden Risiken sollten die an der Lachgassedierung interessierten Patientinnen in jedem Fall mit dem behandelnden Arzt / der Ärztin besprechen.

Bei der Geburt jedoch kann Lachgas bedenkenlos angewendet werden, um den Frauen eine Alternative zur PDA (Periduralanästhesie) anzubieten, die ebenfalls das Schmerzempfinden deutlich reduziert. Durch den Einsatz von Lachgas bei der Geburt wird eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen, in der sich die Frauen von Ihren Ängsten lösen und sich entspannen können. Weitere Informationen zur Anwendung der Lachgassedierung bei Geburten finden Sie in unserem Blogbeitrag.

Weitere umfassende Informationen zu den Indikationen und Kontraindikationen der Lachgassedierung erhalten Sie in unserem Blogbeitrag oder durch persönliche Beratung durch einen unserer Experten.

Lachgas in die eigene Praxis integrieren

Nun fragen Sie sich vielleicht, wie viel Aufwand die Implementierung der Lachgassedierung in Ihre Praxis und den Praxisalltag mit sich bringt. Für die Verabreichung von Lachgas werden einige wenige Produkte benötigt, die wir Ihnen hier zunächst einmal aufführen möchten:

Zusätzlich zu den Produkten ist eine Zertifizierung für die Anwendung von Lachgas notwendig, die Sie einfach und bequem durch einen unserer deutschlandweiten Zertifizierungskurse erhalten können. In unserem Blogbeitrag, sowie auf unserer Homepage finden Sie viele Informationen zu unseren Zertifizierungskursen.

Dies mag auf den ersten Blick viel wirken. Doch wenn Sie sich einmal unsere Lachgasmischer näher anschauen werden Sie bemerken, dass diese sich gut in die Praxis integrieren lassen. Die Mischer sind modern, mobil, platzsparend und individuell zu gestalten. Auch die weiteren oben aufgeführten Produkte werden unmittelbar an den Mischer angeschlossen und nehmen keinen weiteren Platz in Anspruch.

Auch der zeitliche Aufwand, den die Vor- und Nachbereitung der Lachgassedierung in Anspruch nimmt, ist wirklich gering.

Folgende Maßnahmen dienen der Vorbereitung:

  • Patientenaufklärung zur Lachgassedierung (hier sind unsere Flyer ein gutes Hilfsmittel und ersparen Ihnen viel Aufwand)
  • Auswahl der Duftmaske
  • Einstellen des Gesamtflow entsprechend des Patienten
  • Anlegen der Maske
  • Anlegen des Pulsoximeters

Zur Nachbereitung gehören:

  • Ausleiten der Lachgassedierung durch 5-minütige Zufuhr von reinem Sauerstoff
  • Abnehmen der Maske
  • Abnehmen des Pulsoximeters
  • Patientenzustand erfragen
  • Patientendokumentation zur Sedierung (erfolgt beim Baldus Touch vollautomatisch)

Vollständige Informationen rund um den Ablauf der Lachgassedierung erhalten Sie in unserem E-Learning und den Zertifizierungskursen unserer n2o-Akademie.

Sie finden uns auch auf Facebook und Instagram. Viele Interessante Videos zur Lachgassedierung gibt es auf unserem YouTube Kanal.  Bei Fragen nutzen Sie gerne das Kontaktformular auf unserer Webseite, oder den Baldus Experten Chat hier auf baldus-sedation.de  

Die Firma Baldus Sedation GmbH & Co. KG übernimmt keine Garantie dafür, dass die Angaben aktuell, korrekt und vollständig sind. Zur Erstellung Ihres Anamnesebogens orientieren Sie sich bitte an den im Rahmen der Fortbildung gelernten Inhalten. 

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