Lachgas in der plastischen Chirurgie

Lachgas in der plastischen Chirurgie

Lachgas in der plastischen Chirurgie: Laut einer Statistik der Vereinigung Der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen wurden 2021 ca. 93.853 ästhetisch-plastische Eingriffe durchgeführt, das sind rund 12.337 Eingriffe mehr als im Jahr 2020. Zu den Fakten der Statistik gehört, dass Frauen einen deutlich höheren Anteil der 2021 durchgeführten Eingriffe einnehmen. Sowohl 2020 als auch 2021 ist der Anteil an minimalinvasiven Eingriffen bei Männern und Frauen höher als die ästhetisch-plastischen Operationen. 

Plastische Chirurgie – was ist das?

Die plastische Chirurgie befasst sich mit Eingriffen an Organen oder Gewebeteilen aus ästhetischen oder funktionellen Gründen. Sie hat verschiedene Teilgebiete, die sich jeweils auf eine Vielzahl von Eingriffen spezialisieren. Zu diesen Teilgebieten gehört unter anderem die ästhetische Chirurgie und die rekonstruierende Chirurgie.  

Die Teilbereich

Ästhetisch-plastische Chirurgie: Zu ästhetischen Eingriffen gehören Maßnahmen, die nicht medizinisch begründet sind, sondern lediglich aufgrund des Patientenwunsches durchgeführt werden. Zum Leistungsspektrum der ästhetischen Chirurgie werden zum Beispiel Augenlidkorrekturen, Nasenkorrekturen. Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen gefasst. 

Rekonstruktive Chirurgie: Die rekonstruktive Chirurgie befasst sich mit Eingriffen, die der Wiederherstellung von Gewebeformen und -funktionen dienen. Begründet sind diese Eingriffe häufig durch Unfälle und Fehlbildungen. Ein Beispiel hierfür ist der Gewebeverlust nach einer Tumoroperation. 

Verbrennungschirurgie: Befasst sich mit der intensiven Behandlung von Verbrennungen und Verbrühungen. Zur Behandlung der Verletzungen wird unter Umständen auch auf die rekonstruktive Chirurgie zurückgegriffen.

Zunehmender Wunsch nach optischen Veränderungen

Der jährlich wachsende Wunsch nach einer optischen Veränderung und der Anpassung an die eigene Idealvorstellung ist deutlich spürbar. Begründet ist dies unter anderem durch die hohe Social Media Nutzung, bereits im sehr jungen Alter. Promis und Influencer auf Instagram, TikTok und Co. posten Bilder und Videos im perfekt gestylten Look, vermitteln ein gewisses Schönheitsideal und sind Vorbild für viele.

Doch nicht nur prominente Vorbilder im Netz erhöhen den Wunsch nach dem eigenen Perfektionismus, auch die wachsenden Möglichkeiten an ästhetischen Eingriffen sorgen auch dafür, dass zunehmend nach Fehlern bei einem selbst wird und über Veränderungen nachgedacht wird. Sei es eine Falte, zu schmale Lippen oder gar Ohren, die etwas zu weit vom Kopf abstehen. Die Optionen der optischen Veränderungen sind nahezu grenzenlos.  

Lachgas in der ästhetisch-plastischen Chirurgie 

Lachgas in der ästhetisch-plastischen Chirurgie

Vor allem bei der hohen Zahl an minimalinvasiven Eingriffen kann die Lachgassedierung zum Einsatz kommen und sowohl für den Behandler als auch für den Patienten viele Vorteile mit sich bringen.  

Das hohe Sicherheitsprofil von Lachgas und dessen schnelle und schonende Wirkung überzeugen besonders. Innerhalb weniger Atemzüge entfaltet Lachgas seine Wirkung und hat eine angstlösende, beruhigende und entspannende Wirkung auf den Patienten. Ein gedämpftes Schmerzempfinden ermöglicht einen angenehmen Eingriff für Behandler und Patient. Eine Kombination aus Lachgas und einem lokalen Betäubungsmittel ist ohne Bedenken möglich. Da Lachgas nicht verstoffwechselt wird und weder Einfluss auf die Atmung noch den Kreislauf nimmt, kann der Patient die Praxis oder Klinik nach dem Eingriff verlassen und hat mit keinerlei Nebenwirkungen zu rechnen. 

Die Zuführung des Lachgases erfolgt anhand einer passgenauen Baldus Einweg-Doppelnasenmaske, welche in fünf verschiedenen Duftrichtungen erhältlich ist. So hat der Patient einen direkten Einfluss auf die Lachgassedierung und kann diese entsprechend seinen Wünschen mitgestalten.  

Die Dosierung von Lachgas 

Die optimale Dosierung von Lachgas ist individuell und von Person zu Person unterschiedlich. Ein Orientierungswert hierbei kann die eigene Körpergröße sein. Um die für den Patienten optimale Dosierung zu erreichen, wird bei Lachgas das sogenannte Titrieren angewendet. Das bedeutet, dass zunächst ein kleiner Anteil an Lachgas verabreicht wird und man diesen Anteil langsam erhöht, bis der Patient nach eigenem Empfinden sediert ist.

Ein großer Vorteil bei Lachgas im Vergleich zu anderen Sedierungsmethoden ist, dass der Patient während der Sedierung durchgehend ansprechbar und kommunikationsfähig ist, sodass er dem Behandler eine Rückmeldung zum eigenen Wohlbefinden geben kann. Dies wiederrum beugt Nebenwirkungen wie Übelkeit und Kopfschmerzen, welche durch einen zu hohen Anteil von Lachgas hervorgerufen werden können, vor. 

Anzeichen einer erfolgreichen Sedierung 

Anzeichen einer erfolgreichen Sedierung

Es gibt eine Vielzahl von Anzeichen, die einen Hinweis darauf geben, ob der Patient erfolgreich sediert ist. Zu diesen Anzeichen gehören: 

  • Ein Kribbeln in den Fingern und Fußspitzen 
  • Tunnelblick
  • Ruhige Atmung 
  • Entspannte Haltung 
  • Entspannter Gesichtsausdruck 
  • Reduzierter Lidschlussreflex 
  • Ruhiger Puls (Pulsoximeter unbedingt anlegen!) 

Zusätzlich dazu kann der Patient zu jeder Zeit nach seinem Befinden gefragt werden, da eine stetige Kommunikation während der Lachgassedierung möglich ist. Der Behandler sollte sich durch Rücksprache mit dem Patienten immer wieder nach dem Wohlbefinden erkundigen, um eine „Überdosierung“ von Lachgas und eine möglicherweise auftretende Übelkeit zu vermeiden. 

Sie haben Fragen zum Thema? Sie möchten gerne genauer zur Lachgassedierung informiert werden? Unser Baldus-Experten freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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